Tod eines Philosophen

Es ist geradezu sinnbildlich, dass ich als Philosoph endgültig gestorben bin. Nun bin ich umgeben von Betriebserträgen, Abschreibungen, Finanzergebnissen, von Ertragssteuern, Anlagevermögen und Umlaufvermögen, von Passiven und Aktiven. Es ist unumstösslich: die Zeit hat mich überrannt. Immerhin: ich kann jetzt Samt tragen.

Kommentare

2 Kommentare zu «Tod eines Philosophen»

  1. zeit am 21. Januar 2009

    Irgendwann werde ich einen Nachruf schreiben.

  2. rk am 16. Februar 2009

    Der Verwerter. Der Verweser. Das Gewesene – es war einmal.

    Interessant, diese virtuelle Welt.
    Ein toter Blog.
    Er verwest nicht. Er bleibt einfach stehen. Und wie in der Television, liest man zwar Texte, vernimmt Stimmen, sieht Bilder.

    Aber es stinkt nicht. Die Verwesung riecht nicht. Wie im Fernsehen. Es gibt keine Gerüche.

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