
Dass die Zeiten allmählich schwinden, als Wissenschaftler ohne dem Mühsal der Geldbeschaffung forschen und lehren durften, bestreitet heutzutage niemand mehr. Die Wirtschaft, kein Dämon im klassischen Sinne, aber ein Feindbild wohlstandsverdrossener Jugendlichen, rüstet sich, auch die letzten, bislang wirtschaftsfreien Ländereien zu brandschatzen.
Dass ausgerechnet die ehrfürchtige und renommierte ETH den Unterwanderungsplänen Microsofts zum Opfer fiel, überrascht indes nicht, weil sie laut ihrem Selbstverständnis mit der Elite der Welt konkurriert, demgemäss manchmal für Unternehmungen werben muss und kann. So geschah es, wie die Digitale Allmend unterrichtete, dass gestern Abend ein riesiges Windows Vista Logo auf ein Gebäude der ETH projizierte wurde.
Selbstverständlich verursachte diese überraschende Wendung der ETH Entsetzen und Empörung bei den eifrigen Linux-Adepten.
[...] ETH wirbt [...]
Hallo der Herr.
Ist dies das Hauptgebäude der ETH? Ich kann an der Fassade nichts Bekanntes ausmachen – es könnt irgend ein beliebiges Gebäude sein.
Zudem möchte ich dich auffordern, an der ETH (insbesondere im Departement Elektrotechnik, wo die Götter der Zukunft ausgebildet werden) nach einem Computer zu suchen, auf welchem ein Microsoft-Produkt installiert ist.
Gibt’s nämlich net. Auch im HG sind die äusserst dünn gesät. (5% schätz’ ich mal.)
MfG
John E.
Das hatte ich kurz nach dem Publizieren bereits bemerkt, korrigierte demnach auch die Tatsachenverfälschung. Aber in den Trackbacks ist der Fehler immer noch leserlich. Schade, aber trotzdem.
Und aus gut unterrichteter Quelle weiss ich zudem, dass ETH eben auf Unix-Produkte schwört. Deswegen überrascht auch die Werbung.