Die momentan lautende Verordnung, man möge termingerecht irgendwann des Abends das Licht für einige Minuten abschalten, ist eine pure Dekadenzerscheinung. Von einschlägigen Unterhaltungstrusts initiiert, die allesamt das Spektakel der Angst und der Zerstreuung züchten und so in einen unübersehbaren Zusammenhang vernebelt sind, erklärt diese Aktion bloss die Absicht, das eigene Image zu bessern und obendrein etwas Gutes zu tun, das nur gut wirken muss. Denn wer den Strommarkt kennt, weiss, wie labil und zerbrechlich dieser ist, folglich kann nur soviel konsumiert wie produziert werden; sobald also vereinzelte plötzlich den Strom kappen, könnte dadurch das gesamte Netz zusammenbrechen. Dass die Verantwortlichen stets beteuern, dergestalt Aktionen das Stromnetz keinesfalls gefährdeten, übersetze ich als Eingeständnis, dass ohnehin nicht genügend Menschen teilnehmen werden.
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Kommentare
- bea.hochmut: ein wunder? die schlussfolgerung folgt.
- rk: …Aufpassen! Bei dieser Form der Offenen Beziehung: Das Ganze...
- bd: Einverstanden. ;)
- philopanterin: ferien sind nicht nur was für spiesser sondern vielmehr auch...
- rk: Beliebigkeits-Bana nen? Vielleicht auch Business as usual.
- bd: Manchmal, ja.
- lilian: er tanzt auch.
- bd: Keine Ahnung, bin wohl Masochist.
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«Licht aus!» als Dekadenzerscheinung
Dezember 8, 2007 | Kategorien: Seelenschau
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